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Das Heilige Land ist voll von aufsehenerregenden Entdeckungen. Erinnern Sie sich an jenen Granatapfel aus Elfenbein, der aus dem Tempel Salomons stammen sollte? Nach Jahren fanden Forscher heraus, dass der Apfel echt war, jedoch seine Inschrift gefälscht worden ist. Eric H. Cline, Direktor des Archäologischen Instituts an der George Washington Universität entschlüsselt für uns die Geheimnisse der biblischen Archäologie und zeigt und ebenso die großen Funde, außergewöhnlichen Pioniere wie die größten Fälschungen im Land der Bibel. Für die Erstausgabe des Buches wurde er mit dem ersten Preis der Biblical Archaeology Society ausgezeichnet. Jetzt liegt das preisgekrönte Werk in einer wunderschön bebilderten Ausgabe vor.

Die Ausgrabungsstätte von Tell es-Sultan (Jericho) (1)

Die Ausgrabungsstätte von Tell es-Sultan (Jericho) (1)

Das Buch hat mir sehr gut gefallen.

Der Autor schafft es, auf unterhaltsame Weise dem Laien einen gut Überblick über die biblische, oder wie er vorschlägt, syro-palästinensische, Archäologie und ihre Problemfelder zu geben.
Erst werden verschiedene Phasen dieser Ausrichtung aufgezeigt. Interessanter Weise waren es gar nicht mal so die Anfänge, welche durch Religiosität und Fälschungen geprägt sind, sondern dies ist ein recht neues Phänomen, anheizt durch diverse Fernsehsendungen.

Mauern in Opus-reticulatum-Technik im Winterpalast Herodes des Großen (2)

Mauern in Opus-reticulatum-Technik im Winterpalast Herodes des Großen (2)

Danach stellt der Autor einige berühmte Fundstücke und Fälschungen vor, darunter das berüchtigte Ossuar des Jakobus. Wurde es wegen der Inschrift *(sein) Bruder des Jesus* gefeiert, so erwies sich diese als Fälschung. Auch andere Fälle werden vorgestellt.

Das Jakobus-Ossuar (3)

Das Jakobus-Ossuar (3)

Auch wird mit der Vorstellung aufgeräumt, dass es in der Biblischen Archäologie darum ginge, Beweise für die Geschehnisse in der Bibel zu finden. Vielmehr werden die damaligen Lebensbedingungen erforscht.

Fazit

Für Laien bietet das Buch eine sehr gute Einführung in das Thema.


Eric H. Cline war mit 1177 v. Chr. bereits für den Pulitzer-Preis vorgeschlagen und hat mit seinem Werk den ersten Preis der American School of Oriental Research gewonnen. Cline ist Professor für Klassik und Anthropologie und Direktor des Archäologischen Instituts an der George Washington Universität.

Verlagsseite

Aus dem Engl. von Karin Schuler. Neuausgabe 2016. 224 S. mit 32 farb. und 8 s/w Abb., 1 Karte, 14,5 x 21,7 cm, geb. mit SU. Zabern, Darmstadt. ISBN-10: 3805349785 ISBN-13: 978-3805349789

Aus dem Engl. von Karin Schuler. Neuausgabe 2016. 224 S. mit 32 farb. und 8 s/w Abb., 1 Karte, 14,5 x 21,7 cm, geb. mit SU. Zabern, Darmstadt.
ISBN-10: 3805349785
ISBN-13: 978-3805349789

(1) Von Fullo88 in der Wikipedia auf Italienisch – Übertragen aus it.wikipedia nach Commons., Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3668465
(2) Von Bukvoed – Eigenes Werk, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=26093443
(3) Von Paradiso – English Wikipedia, Attribution, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4358131

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