Eine Ode an den großen amerikanischen Traum

Texas im Jahr 1934: Weldon Holland fristet in der ländlichen Ödnis ein perspektivloses Dasein. Einzig das Gangsterpärchen Bonnie und Clyde, das nach einem Bankraub auf dem Grundstück campiert, durchbricht die Monotonie. Zehn Jahre später überlebt Weldon als Leutnant nur knapp die Ardennenoffensive und rettet die jüdische Kriegsgefangene Rosita Lowenstein vor dem Tod. Zurück in Texas steigt er ins boomende Ölgeschäft ein, wo er bald in ein gefährliches Spiel aus Intrigen, Korruption und Machtstreben verwickelt wird.

So richtig überzeugen konnte mich das Buch nicht.
Das lag vor allem an dem sehr seltsamen Schreibstil: Die Personen wurden immer mit vollem Namen genannt, selbst dann, wenn von einer Bekannten die Rede war. Am meisten hat mich dies bei Linda Gail gestört, vielleicht, weil von ihr so viel geschrieben worden ist. Wer spricht denn von der Frau eines Freundes mit vollem Namen. Warum nicht einfach Linda? Dazu kam, dass die Handlung schnell sehr sprunghaft wirkte, wenn man ein paar Zeilen nicht so aufmerksam gelesen hat.

Die Figurenzeichnung ist sehr eindimensional geraten, so ist der Held z.B. ohne Fehl und Tadel, die Schauspielerin Lina eine Schlampe, die Wohlhabenden dekadent, deren Handlanger durch und durch bösartig usw. .
Die Handlung *Gut gegen Böse* war mir so simpel und die Liebesgeschichten nervten.

Fazit

Ich werde dem Autor sicherlich noch einmal eine Chance geben, aber das Buch fand ich sehr anstrengend zu lesen. Sowohl, weil die Handlung banal und die Erzählweise zu sprunghaft war.

James Lee Burke, 1936 in Louisiana geboren, wurde bereits Ende der Sechzigerjahre von der Literaturkritik als neue Stimme aus dem Süden gefeiert. Nach drei erfolgreichen Romanen wandte er sich Mitte der Achtzigerjahre dem Kriminalroman zu, in dem er die unvergleichliche Atmosphäre von New Orleans mit packenden Storys verband. Burke, der als einer der wenigen Autoren sogar zweimal mit dem Edgar-Allan-Poe-Preis für den besten Kriminalroman des Jahres ausgezeichnet wurde, lebt abwechselnd in Missoula/Montana und New Orleans.

Verlagsseite

 Aus dem Amerikanischen von Ulrich Thiele Originaltitel: Wayfaring Stranger Originalverlag: Simon & Schuster Paperback, Klappenbroschur, 576 Seiten, 13,5 x 20,6 cm ISBN: 978-3-453-27015-2 € 17,99 [D] | € 18,50 [A] | CHF 24,50* (* empfohlener Verkaufspreis) Verlag: Heyne Hardcore Erschienen: 09.05.2016

Aus dem Amerikanischen von Ulrich Thiele
Originaltitel: Wayfaring Stranger
Originalverlag: Simon & Schuster
Paperback, Klappenbroschur, 576 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-27015-2
€ 17,99 [D] | € 18,50 [A] | CHF 24,50* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Heyne Hardcore
Erschienen: 09.05.2016

Advertisements