Venedig ist einzigartig – das belegt Peter Ackroyd in seiner fabelhaften Biographie. Dabei spannt er den Bogen über 16 Jahrhunderte, von den ersten Bewohnern, die in der Lagune Zuflucht suchten, bis zu den heutigen Touristenströmen. Alle beschwört er herauf: die Händler im Rialto und die Juden in ihrem Ghetto, die Glasbläser von Murano und die großen Malerfürsten, die mächtigen Dogen und die stolzen Adeligen. Nichts, weder Kriege noch Pest, weder ökonomische Krise noch ökologische Katastrophe, vermochten den Willen dieser Stadt zu brechen, und sie ist bis heute ein Sehnsuchtsort ohnegleichen.

Öströisch und islamisch geprägt: San Marco.

Öströmisch und islamisch geprägt: San Marco.

Das Buch ist voller Fehler. Ich finde es sehr reizvoll, die Geschichte einer Stadt durch die Lebensgeschichten ihrer Bewohner zu erzählen. Nur sollte dies eben auch historisch korrekt sein.

Glasscheiben wurden z.B. nicht von den Venezianern erfunden, sondern war bereits den Römern bekannt. Genau wie ihnen Gabeln bekannt war, auch diese wurden nicht von den Venezianern erfunden, wie im Buch behauptet wird.

Auch war Venedig nicht die älteste Republik, dies ist San Marino, welches bekanntlich noch nicht untergegangen ist. Dafür wird Napoleon zu einem Zeitpunkt als Kaiser bezeichnet, an dem er es noch nicht war.

Fazit

Sehr viele empfindliche Fehler machen das Buch unlesbar.

Verlagsseite


Peter Ackroyd, geboren 1949 in London, wo er bis heute lebt. Er studierte Literaturwissenschaft in Yale und Cambridge und arbeitete viele Jahre für den „Spectator“ und die „Times“. Mit seinen Romanen, Theaterstücken und Biographien gehört er zu den wichtigsten britischen Gegenwartsautoren. Er erhielt unter anderem den Somerset Maugham Award und den Whitbread Award. Er gilt als brillanter Autor mit einem unverwechselbaren Stil. Zuletzt veröffentlichte der Knaus Verlag seine Biographie über Shakespeare.

 Aus dem Englischen von Michael Müller Originaltitel: Venice: Pure City Originalverlag: Chatto & Windus Taschenbuch, Broschur, 592 Seiten, 13,5 x 20,6 cm s/w Abb. + farbiger Bildteil ISBN: 978-3-442-74477-0 € 17,99 [D] | € 18,50 [A] | CHF 24,50* (* empfohlener Verkaufspreis) Verlag: btb

Aus dem Englischen von Michael Müller
Originaltitel: Venice: Pure City
Originalverlag: Chatto & Windus
Taschenbuch, Broschur, 592 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
s/w Abb. + farbiger Bildteil
ISBN: 978-3-442-74477-0
€ 17,99 [D] | € 18,50 [A] | CHF 24,50* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: btb

(1) „Venedig Basilika“ di Andreas Volkmer – Opera propria. Con licenza Pubblico dominio tramite Wikimedia Commons – https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Venedig_Basilika.jpg#/media/File:Venedig_Basilika.jpg

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