Joseph Vadassy, jugoslawischer Sprachlehrer und Hobbyfotograf, gönnt sich nach Jahren endlich wieder einen Urlaub. Ein kleines Hotel an der südfranzösischen Riviera soll es sein. Als er aber nur zwei Tage nach seiner Ankunft in einer Drogerie seine ersten Urlaubsfotos entwickeln lassen will, wird er plötzlich festgenommen. Der Vorwurf: Er sei ein Spion und gefährde die französische Staatssicherheit. Vadassys einzige Chance, seine Unschuld zu beweisen, ist ein Deal mit der Polizei. Als verdeckter Ermittler wird er zurück in sein Hotel geschickt, um dort den wahren Spion zu entlarven. Aber wer ist hier Freund – und wer Feind?

Spielt eine wichtige Rolle: Eine Contax 1.

Spielt eine wichtige Rolle: Eine Contax 1.(1)

Fans von Leichen, und möglichst von zerstückelten Leichen, werden enttäuscht sein – es gibt keine. Was es allerdings zum Ausgleich gibt, ist ein sehr spannendes Buch, in welchem ein, teilweise recht tollpatschiger Held, versucht einen Spion zu identifizieren. Alleine dessen Missvergnügen, denn seine einzige Sorge ist es, nach dem Urlaub wieder pünktlich bei der Arbeit zu erscheinen, ist einfach unterhaltsam. Zumal jeder im Hotel etwas zu verbergen hat.

Wie bereits in Die Maske des Dimitrios stolpert auch dieses Mal jemand komplett Unpolitisches in ein Abenteuer, welches er schnell nicht mehr beherrscht. Die Maske ist jedoch deutlich ernsthafter, auch deswegen, weil sich beständig Parallelen zu den heutigen Problemen auftun. *Bei Nachruf auf einen Spion* steht dagegen eine feine Ironie und handfeste Verwirrspiele auf dem Programm. Dennoch wird die ernste Situation am Vorabend des Zweiten Weltkrieges durchaus spürbar.

Fazit

Ausgsprochen unterhaltsam und spannend.

Verlagsseite

Eric Ambler, geboren 1909, gehört zu den Begründern des klassischen Noir- und Spionagethrillers und wurde für seine Arbeit vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Order of the British Empire, der ihm 1981 von Königin Elisabeth II. verliehen wurde. Eric Ambler starb 1998 in London.

Der Übersetzer Matthias Fienbork, geboren 1947, studierte Musik und Islamwissenschaft. Zu den von ihm übersetzten Autoren zählen neben Eric Ambler auch Michael Frayn, W. Somerset Maugham, Amos Elon und Tony Judt. Matthias Fienbork lebt in Berlin.

Autor: Eric Ambler Titel: Nachruf auf einen Spion ISBN: 978-3-455-65099-0 Verlagsbereich: Atlantik - Belletristik Einband: Broschur Produktart: Taschenbuch Seiten: 336 Erscheinungsdatum: 16.07.2016 Übersetzung: Matthias Fienbork 12,00 (D) 12,40 (A) 16,50 (CH)

Autor:
Eric Ambler
Titel:
Nachruf auf einen Spion
ISBN:
978-3-455-65099-0
Verlagsbereich:
Atlantik – Belletristik
Einband:
Broschur
Produktart:
Taschenbuch
Seiten:
336
Erscheinungsdatum:
16.07.2016
Übersetzung:
Matthias Fienbork
12,00 (D)
12,40 (A)
16,50 (CH)

(1) Von Rama – Eigenes Werk, CC BY-SA 2.0 fr, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4418132

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