Nach Marco Polo, Kolumbus und Vasco da Gama geht der nächste große Entdecker auf Reisen. Dennis Gastmann erkundet die letzten unentdeckten Länder dieser Welt: Akhzivland, Karakalpakstan, R’as al-Chaima – magische Orte, fern, unbekannt oder vergessen. So steuert Gastmann an Bord eines Seelenverkäufers auf Pitcairn zu, einen Felsen in der Südsee, auf dem die Nachfahren der Meuterer von der Bounty leben. Sie bitten ihn, für immer zu bleiben – es fehlt an jungen Leuten. Er wandert durch die tausendjährige Mönchsrepublik auf dem Berg Athos, in der Touristen unerwünscht sind, Frauen ein Skandal – die bärtigen heiligen Männer wollen unter sich bleiben. Gastmann taucht mit einem Rudel Haie in Palau, der weltweit ersten Haischutzzone, und sucht nach Liebe in Transnistrien, einem Mafiastaat, der Besuchern rät: «Fahren Sie lieber nach Spanien!» Er gerät in Wüstenstürme, strandet tagelang in einem Flughafenterminal und wird zum letzten Kaiser von Ladonien gekrönt …
Dennis Gastmann begibt sich auf eine Reise zu den Ausläufern unserer Zivilisation. Wie sieht es dort aus? Wie lebt man dort? Und was sagt das über den Rest unserer durchorganisierten Erde? Eine aufregende Mischung aus Douglas Adams und Herodot – und ein einzigartiges Reiseabenteuer.

Die kleinste Hauptstadt der Welt: Adamstown, Pitcairn Islands (2)

Die kleinste Hauptstadt der Welt: Adamstown, Pitcairn Islands (2)

Das Highlight kommt gleich am Anfang des Buches: Das Leben auf den Pitcairn – Inseln, welches sehr, sehr beschränkt, sehr isoliert (1 Gigabyte aus dem Internet kostet 100 Dollar, ein Brief nach Großbritannien ist ein halbes Jahr unterwegs) und sehr bitter ist. So verschworen ist die Gemeinschaft, dass *Verräter*, welche Kindesmissbrauch aufdeckten, verstoßen wurden. Alleine dieser *Ausflug* wäre das ganze Buch wert gewesen.

NASA-Bild der Gambierinseln (10)

NASA-Bild der Gambierinseln (10)

Es geht jedoch weiter rund um die Welt, nach Palau, dem Gazastreifen, Transistrien, ein Trip, welcher mir wegen seiner Düsternis am wenigsten gefiel. Sehr spannend waren dagegen die Reisen durch Usbekistan und ein unbekanntes Emirat.

Landschaft in der Kysylkum, einer der unbekanntesten Wüsten der Erde, in der usbekischen Provinz Xorazm (5).

Landschaft in der Kysylkum, einer der unbekanntesten Wüsten der Erde, in der usbekischen Provinz Xorazm (5).

Der Schreibstil ist sehr locker und lustig, verliert aber auch nicht den Ernst der Lage außer Augen. Gefehlt haben mir Karten der Länder, die anzeigen, wo diese liegen.

Fazit

Das Buch präsentiert eine faszinierende, bunte, aber auch eine auf den ersten oder oft zweiten Blick düstere Welt.

Dennis Gastmann, geboren 1978, studierte Politik und Journalistik in Hamburg und war Autor der Satiresendung «extra 3». 2011 erschien sein vielgelobter Band «Mit 80.000 Fragen um die Welt», danach folgten «Gang nach Canossa» (2012), eine abenteuerliche Wanderung von Hamburg über die Alpen bis nach Italien, und «Geschlossene Gesellschaft» (2014), eine Exkursion in die Welt der Superreichen.

Verlagsseite mit Veranstaltungskalender

Gebundene Ausgabe: 272 Seiten Verlag: Rowohlt Berlin; Auflage: Originalausgabe (15. April 2016) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3871348252 ISBN-13: 978-3871348259 Größe und/oder Gewicht: 13,5 x 2,6 x 21,2 cm

Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
Verlag: Rowohlt Berlin; Auflage: Originalausgabe (15. April 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3871348252
ISBN-13: 978-3871348259
Größe und/oder Gewicht: 13,5 x 2,6 x 21,2 cm

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Münzen zu CFP- 5 Francs, links von Französisch-Polynesien, rechts von Neukaledonien, in der Mitte die gemeinsame Rückseite (Darstellung der Minerva)

Münzen zu CFP- 5 Francs, links von Französisch-Polynesien, rechts von Neukaledonien, in der Mitte die gemeinsame Rückseite (Darstellung der Minerva)(1)

Die kleinste Hauptstadt der Welt: Adamstown, Pitcairn Islands (2)

Die kleinste Hauptstadt der Welt: Adamstown, Pitcairn Islands (2)

Das Denkmal des Amir Timur in Taschkent. (3)

Das Denkmal des Amir Timur in Taschkent. (3)

Karakalpak boy in Taxtako'pir, Karakalpakstan, Uzbekistan

Karakalpak boy in Taxtako’pir, Karakalpakstan, Uzbekistan (4)

Landschaft in der Kysylkum, einer der unbekanntesten Wüsten der Erde, in der usbekischen Provinz Xorazm (5).

Landschaft in der Kysylkum, einer der unbekanntesten Wüsten der Erde, in der usbekischen Provinz Xorazm (5).

Arx, Landonien (6)

Arx, Landonien
(6)

 Chaur Ra’s al-Chaima - Lagune in Ra’s al-Chaima (7)


Chaur Ra’s al-Chaima – Lagune in Ra’s al-Chaima (7)

Typisch wechselhaftes Wetter, Wirtschaftszentrum Koror, Palau (8)

Typisch wechselhaftes Wetter, Wirtschaftszentrum Koror, Palau (8)

Kloster Vatopedi; Berg Athos (9)

Kloster Vatopedi; Berg Athos (9)

NASA-Bild der Gambierinseln (10)

NASA-Bild der Gambierinseln (10)

Blick über die Lagune der Gambierinseln. (11)

Blick über die Lagune der Gambierinseln. (11)

Rezepte

Poisson cru à la Tahitienne (Roher Fisch in Kokosmilch)

Zutaten (für 4 Personen)

ein Kilo frischer, roher Thunfisch
vier Tomaten
eine Zwiebel
zwei Möhren
ein halber Liter Kokosmilch (keinesfalls Kokosmilch aus der Dose)
etwas Salz
sechs Limetten

Als erstes schneidet der Hobby-Koch den Thunfisch in dünne Streifen, vergleichbar mit Geschnetzelten, der Fisch wird dann etwa zehn Minuten lang in einem Liter Salzwasser mariniert. Sobald die zehn Minuten verstrichen sind, presst er die Marinade ab und vermischt die Thunfisch-Stücke gut mit dem Limetten-Saft. Die Mähren werden jetzt geraspelt, die Tomaten gewürfelt. Des Weiteren müssen die Zwiebeln in Ringe geschnitten werden. Gesalzen wird nach Bedarf.

Sobald das erledigt ist wird das klein geschnittene Gemüse hinzu gegeben, dann wird alles nochmal gut durchgemischt. Eigentlich ist es also ganz einfach, Poisson cru à la Tahitienne selbst zuzubereiten.

Zum Poisson cru à la Tahitienne wird am besten Baguette gereicht. Als Getränk passen entweder ein trockener Weißwein oder ein kühles Bier.

Siehe auch: https://en.wikipedia.org/wiki/%27Ota_%27ika
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Usbekischer Pilaw

4 Porttionen

500 g Fleisch vom Hammel, aus der Keule, ohne Knochen
500 g Möhre(n)
1 Zwiebel(n)
4 EL Öl
3/4 Liter Fleischbrühe
300 g Reis
1/2 TL Salz
1 Msp. Pfeffer, weißer
3 Tomate(n)
3 Knoblauchzehe(n)

Arbeitszeit: ca. 40 Min. / Schwierigkeitsgrad: normal / Kalorien p. P.: keine Angabe
Das Hammelfleisch waschen, abtrocknen und in 2 cm große Würfel schneiden. Die Möhren schaben, längs halbieren und dann in Stücke schneiden. Die Zwiebel und die Knoblauchzehen schälen und feinhacken.

Das Öl in einem Topf erhitzen und das Hammelfleisch unter Wenden rundherum braun anbraten. Die Zwiebel und den Knoblauch 5 Minuten mitbraten, die Möhren und eine Tasse Fleischbrühe zufügen. Alles bei milder Hitze 30 Minuten dünsten.

Den Reis waschen, unter das Fleisch und das Gemüse rühren und 5 Minuten mitdünsten; mit der restlichen Fleischbrühe auffüllen. Das Gericht bei milder Hitze in 15-20 Minuten fertig garen und würzen.
Den Pilaw mit Tomatenscheiben garnieren.

Man kann anstelle des Hammelfleischs auch Geflügel-, Enten-, oder Schweinefleisch verwenden.

Pilaw- Rezepte

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Lebanese Lentils, Rice and Caramelized Onions (Mujadara)

1 cup brown or green lentils (not lentils du Puy), sorted for debris and rinsed
1/2 cup extra-virgin olive oil
1 teaspoon cumin seeds
1/2 teaspoon cracked black peppercorns
3 medium red onions, thinly sliced
Kosher salt
3/4 cup basmati rice
1/2 teaspoon ground cumin
1/2 teaspoon cayenne pepper
1 (1-inch) cinnamon stick
2 tablespoons pine nuts, optional
Squeeze of fresh lemon juice
Greek yogurt, for serving, optional

Throw the lentils into a medium saucepan. Fill with enough cold water to cover the lentils by about an inch. Bring it to a boil over medium-high heat, then turn down to a simmer and cook until the lentils are tender but not mushy, about 20 minutes. Drain and set aside.

Meanwhile, as the lentils cook, grab a large skillet. Pop it over medium-high heat and add the oil. Allow the oil to warm for a minute, then drop in the cumin seeds and cracked peppercorns and cook, shaking the pan once in a while until the cumin seeds darken a touch, about 1 minute.

Add the onions, sprinkle with a dash of salt and cook until they turn dark caramel brown, stirring often. This will take about 15 minutes. Splash the onions with a little water if they stick to the bottom of the pan. You’ll know they’re done both by their deep chestnut color and by the slight crispiness developing on some of the onions.

Using a slotted spoon or spatula, remove about half of the onions to a paper towel-lined plate; these are for garnish later. Sprinkle in the ground cumin, cayenne and then add the cinnamon stick; saute about 1 minute.

Add the rice and cook, stirring often (but gently so you don’t break the rice!) until some rice grains start to brown. Quickly, add the cooked lentils, 3 cups of water and 1 1/2 teaspoons of salt; bring to a boil. Turn the heat down to low so that the pan is at a simmer, cover and cook 30 minutes. The water should be completely evaporated and rice should be tender. (If there’s still too much water in the bottom, put the lid back on and cook for another 5 minutes.)

Turn off the heat, keep the lid on, and allow the rice to steam undisturbed for about 5 minutes.

Meanwhile, toast the pine nuts, if using, in a small skillet over medium-low heat, shaking often, about 5 minutes.

Taste the rice for seasoning. Serve with the reserved caramelized onions, toasted pine nuts, if using, and a little squeeze of lemon juice. I also like to serve this with some dollops of Greek yogurt.

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(01) Von Diorit – Münzen aus eigener Sammlung, Bild-frei, https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=6318674
(02) By Makemake at the German language Wikipedia, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5567080
(03) Von Dave Proffer – http://www.flickr.com/photos/deepphoto/3134209489/, CC BY 2.0, https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=7985765
(04) Von Pekka Tamminen – Double focus, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=41444699
(05) Von Man77 – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4984729
(06) Von Hakan Dahlstrom – Flickr, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3517989
(07) Von Z thomas – Eigenes Werk, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9930221
(08) Von Binter aus der deutschsprachigen Wikipedia, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3451580
(09) Von Asgozzi at en.wikipedia, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2827366
(10) Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1084637
(11) Von Makemake aus der deutschsprachigen Wikipedia, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7352290

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