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Miró (1893-1983) war nicht nur ein unermüdlicher Erfinder fantastischer Bilderwelten, sondern auch ein in den Avantgarden von Spanien und Paris verwurzelter Intellektueller. Apollinaire, Artaud, Breton und Éluard gehörten genauso zu seinem Freundeskreis wie Hemingway und Henry Miller. Im Zentrum seiner Bilderwelt, zu denen er durch die Literatur fand, steht die Serie seiner ‚Peintre-Poème‘-Gemälde, doch finden sich literarische Reflexe im gesamten OEuvre und sind im Wechselspiel seiner Künstlerbücher unmittelbar zu sehen. Der Katalog, der neue Fragen an Mirós Werk stellt, präsentiert neben einer vorzüglichen Werkauswahl wissenschaftliche Analysen, die Kontext und Hintergründe erschließen.

Joan Miró, Barcelona, 1935. Fotoporträt von Carl van Vechten

Joan Miró, Barcelona, 1935. Fotoporträt von Carl van Vechten

Gut 70 Seiten ist die Einführung in das Buch lang – die es allerdings in sich haben. Sich die Theorie hinter den Bildern zu erarbeiten ist recht schwierig, wie anhand des Gedichts *Vokale* von Rimbaud gezeigt wird. Dieses hat Miro genommen und, es könnte ja zu einfach sein, je nach Vers, einem Vokal eine Farbe, Gestalt, Klang und Bewegung zugeordnet. Dies wiederum wurde von Miro übernommen und in seine Formensprache übersetzt.

Dies wird zwar gut erklärt, aber einfach den Text durchlesen geht nicht. Man muss ihn erarbeiten und erkämpfen. Hat man dies geschafft, dann bleibt das gute Gefühl, Miros Kunst verstehen zu können.

Fazit

Anstrengend, aber lohnend.

Verlagsseite

Gebundene Ausgabe: 224 Seiten Verlag: Hirmer; Auflage: 1 (1. Januar 2015) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3777423963 ISBN-13: 978-3777423968 Größe und/oder Gewicht: 1,9 x 22,2 x 27,3 cm

Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Verlag: Hirmer; Auflage: 1 (1. Januar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3777423963
ISBN-13: 978-3777423968
Größe und/oder Gewicht: 1,9 x 22,2 x 27,3 cm

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