Es ist nicht leicht, in den Wirren des Zweiten Weltkriegs ein Offizier und Gentleman zu bleiben – im Gefecht wie im zivilen Leben in London, wo Guy Crouchback immer wieder seine flatterhafte Exfrau Virginia über den Weg läuft. An der Front, auf Kreta und in Jugoslawien, entdeckt er in sich nicht Heldentum, sondern Menschlichkeit. Evelyn Waughs großer Weltkriegsroman in revidierter Übersetzung.

Waugh schafft es in *Ohne Furcht und Tadel* die Verwandlung eines jungen, patriotischen und kriegsbegeisterten Soladen in einen Pazifisten zu zeigen, als dieser nach und nach an verschiedenen Kriegsschauplätzen mit der Realität des Krieges konfrontriert wird. Dabei genießt er allerdings zahlreiche Privilegien, so kann er immer mal wieder die Front verlassen und ins Londoner Gesellschaftsleben eintauchen, was ich recht unrealistisch fand.

Leider habe ich oft den Eindruck gehabt, dass der Autor immer wieder von dem abweicht, was er wirklich erzählen möchte.

Fazit

Sonderlich einfach war das Buch nicht zu lesen, da es nicht sehr stringent erzählt ist. Es ist aber auf jeden Fall eine lohndende Lekzüre.

Evelyn Waugh, geboren 1903 in Hampstead, brach sein Geschichtsstudium in Oxford ab, um sich zum Maler ausbilden zu lassen. 1930 konvertierte er zum Katholizismus. Er war Lehrer, Reporter und Kunsttischler, bis er in der Schriftstellerei sein Metier fand und zu einem der wichtigsten englischen Autoren des 20. Jahrhunderts wurde. Im Krieg diente Waugh als Offizier. Waugh, der seit seiner Studentenzeit seine Neigung zu dandyhafter Extravaganz pflegte, liebte es, das Publikum durch kontroverse Äußerungen zu provozieren. Er starb 1966 in Taunton (Somerset).

Verlagsseite

 Ohne Furcht und Tadel Aus dem Englischen von Werner Peterich. Mit einem Vorwort des Autors Hardcover Leinen 992 Seiten erschienen am 23. März 2016 978-3-257-06965-5 € (D) 29.00 / sFr 39.00* / € (A) 29.90 * unverb. Preisempfehlung


Ohne Furcht und Tadel
Aus dem Englischen von Werner Peterich. Mit einem Vorwort des Autors
Hardcover Leinen
992 Seiten
erschienen am 23. März 2016
978-3-257-06965-5
€ (D) 29.00 / sFr 39.00* / € (A) 29.90
* unverb. Preisempfehlung

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