The Loney – ein verregneter, unwirtlicher Landstrich an der nordenglischen Küste. In der Karwoche des Jahres 1976 pilgert eine brüchige kleine Glaubensgemeinschaft aus London dorthin, um in der Wallfahrtskirche der heiligen Anna für ein Wunder zu beten: möge Hanny, äußerlich schon fast ein Mann, doch von kindlichem Gemüt, von seiner Krankheit erlöst werden. Dreißig Jahre später legt ein Erdrutsch bei The Loney die Leiche eines Babys frei. In Hannys jüngerem Bruder Tonto weckt dies Erinnerungen an jene Reise, die er all die Jahre tief in seinem Inneren verborgen hatte. Doch jetzt drängt die Vergangenheit mit Macht an die Oberfläche und droht, ihm den Boden unter den Füßen wegzureißen. Dieser ungewöhnliche, faszinierende Roman erweckt mit stilistischer Brillanz und einem virtuosen Gespür für Zwischentöne Charaktere und Landschaft zum Leben. Zugleich stellt er grundsätzliche Fragen nach dem Wesen von Glauben und Aberglauben, Vertrauen und Hoffnung.

A panorama of most of Morecambe Bay looking from East (bottom of photo) to West (top of photo). Barrow-in-Furness and Walney Island can be seen in the upper part of the photo and Lancaster and Morecambe are visible in the lower left-hand corner of the photo. (1)

A panorama of most of Morecambe Bay looking from East (bottom of photo) to West (top of photo). Barrow-in-Furness and Walney Island can be seen in the upper part of the photo and Lancaster and Morecambe are visible in the lower left-hand corner of the photo. (1)

*Selten sind Debütromane so vollendet, mit einer solchen Stilsicherheit geschrieben. Noch seltener sind so wie unheimlich wie Loney*. Soweit der Werbeaufdruck auf dem Cover, das Zitat stammt vom Telegraph.
Ganz offensichtlich wurde beim Telegraph ein ganz anderes Buch gelesen, als ich es in den Händen gehalten habe. Bis Seite 144 birst das Buch vor Langweile. Es geschieht – nichts. Eine Gruppe religiöser Fanatiker fährt samt neuen Priester nach Loney, die Kinder spielen am Strand Krieg. Ein Zimmer wird entdeckt, wird aber nicht weiter erwähnt. Das ist die ganze Handlung.

Von gruselig oder unheimlich keine Spur. Es gab für mich auch sonst keine Motivation, das Buch weiterzulesen. Ich lese eigentlich gerne altmodische Gruselgeschichten, wie *Das Durchdrehen der Schraube* oder die Bücher von Sarah Rayne. Nur kann ich in *Loney* keine Geschichte, gschweige denn eine Gruselgeschichte, entdecken.

Fazit

Bis knapp zur Hälfte ist das Buch unfassbar nichtssagend. Sollte da noch etwas kommen, dann ist es schlecht komponiert, denn der Leser hat keine Motivation, das Buch weiterzulesen.

Internationale Literatur Hardcover gebunden mit Schutzumschlag 384 Seiten The Loney Aus dem Englischen übersetzt von Yasemin Dincer. ISBN-13 9783550081378 Erscheint: 09.09.2016 € 22,00 [D] € 22,70 [A]

Internationale Literatur
Hardcover
gebunden mit Schutzumschlag
384 Seiten
The Loney
Aus dem Englischen übersetzt von Yasemin Dincer.
ISBN-13 9783550081378
Erscheint: 09.09.2016
€ 22,00 [D] € 22,70 [A]

(1) By dsearls – http://www.flickr.com/photos/docsearls/483596046/, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=8772590

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