In jungen Jahren lernte Jack London das harte Seemannsleben auf einem Robbenfänger kennen. In seinem Roman ‚Der Seewolf‘ hat er später seine Erfahrungen als dramatischen Kampf ums Überleben geschildert. Kaum aus Seenot gerettet, gerät der Schöngeist Humphrey van Weyden in neue Gefahr: Kapitän Wolf Larsen, ein Mann von großer Kraft und Brutalität, terrorisiert alle Männer an Bord seines Schiffes. Auch van Weyden erlebt die Erniedrigungen durch den ‚Seewolf‘ und sieht sich vor die Wahl gestellt: an ihnen zu zerbrechen oder ihnen zu widerstehen. Und er entdeckt ungeahnte Kräfte in sich.

51m5ysferil-_sx329_bo1204203200_

Der erste Teil der Handlung war fesselnd: Man spürt die Bedrohung, welche von Wolf Larsson ausgeht, die beklemmende Atmosphäre an Deck und der Kampf mit den Naturgewalten. Absolut großartig, was London da geschrieben hat. Das Katz-und-Maus-Spiel zwischen dem humanistisch gebildeten Literaturkritiker van Weyden und dem nihilistischen Larsson sucht in der Literatur sicherlich seinesgleichen.

Das kippt, als Maud, ihres Zeichens Schriftstellerin, auf See aufgelesen wird. Ich möchte gar nicht erst die obligatorische und unglaubwürdig keusche Liebesgeschichte kritisieren, auch wenn es mir zu großen Spaß machte. Auch nicht, dass die beiden Liebenden monatelang ohne intime Interaktion auf einer Insel zusammenlebten.

Aber mal ehrlich: Da kommt eine Frau an Bord eines Schiffes voller rauer Gesellen, welche wochen- und monatelang auf See sind, und es gibt wegen ihr keine Reiberein, keine Vergewaltigung, rein gar nichts? Sicherlich musste London das Buch an der damaligen Zensur vorbeibringen, im Nachwort wird geschrieben, wie er sich den Verlegern beugen musste. Aber unglaubwürdig wirkt es schon.

Anmerkung: Einige Rezensionen beklagten die Übersetzung, so wurde aus Hump Döspaddel, auch einige andere Begriffe wurden kritisiert. Ich fand sie auf jeden Fall flüssig zu lesen.

Fazit

Spannend und man kann den Kampf mit den Elementen nachvollziehen.

Jack London (* 12. Januar 1876 in San Francisco als John Griffith Chaney; † 22. November 1916 in Glen Ellen, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schriftsteller und Journalist. Er erlangte vor allem Bekanntheit durch seine Abenteuerromane Ruf der Wildnis und Wolfsblut sowie durch den mehrfach verfilmten Abenteuerroman Der Seewolf und den autobiographisch beeinflussten Roman Martin Eden. Diese Werke geben gleichzeitig eine Übersicht über die geographischen Räume, die er kannte: den arktischen Norden Nordamerikas (Klondike) zur Zeit des Goldrausches, Kalifornien und den Pazifik bzw. die Seefahrt auf diesem Ozean. Als erfolgreicher Schriftsteller bekannte London sich in seinen politischen Essays, geprägt durch harte Erfahrungen in der Kindheit, häufig zu den unteren Schichten der Gesellschaft und offen zum Sozialismus, wenn auch sehr eigener Prägung. Er war bis kurz vor seinem Tod Mitglied der Socialist Party der Vereinigten Staaten und hatte sich 1901 für diese Partei erfolglos um das Amt des Bürgermeisters von Oakland beworben.[1] Sein literarisches Werk wurde international erfolgreich und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Wikipedia

Gebundene Ausgabe: 1056 Seiten Verlag: Anaconda Verlag (30. September 2013) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3730600389 ISBN-13: 978-3730600382 Größe und/oder Gewicht: 16,3 x 11,1 x 19,8 cm

Gebundene Ausgabe: 1056 Seiten
Verlag: Anaconda Verlag (30. September 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3730600389
ISBN-13: 978-3730600382
Größe und/oder Gewicht: 16,3 x 11,1 x 19,8 cm

Heinold’s First and Last Chance

Advertisements