Mit »Wolfsblut« schuf der amerikanische Schriftsteller Jack London (London, Jack 1876 – 1916) das glanzvolle Gegenstück zu seinem drei Jahre zuvor erschienenen Tierroman »Ruf der Wildnis«. Erzählt wird die Lebensgeschichte des Wolfshundes White Fang, der als Jungtier von Indianern gefangen wird und fortan einen harten und entbehrungsreichen Daseinskampf unter den Menschen führt. Erst als der mitfühlend freundliche Ingenieur Weedon Scott ihn vor dem sicheren Tod rettet, ist er wirklich bereit, sich mit der zivilisierten Welt anzufreunden… Diese Ausgabe präsentiert Londons berühmten Klassiker in einer packenden deutschen Neuübersetzung.

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Nach *Ruf der Wildnis* hatte ich so gar keine Lust mehr auf *Wolfsblu*, ich hatte sogar schon überlegt, die Box unvollendet beiseite zu räumen.

Aber das wäre ein großer Fehler gewesen, denn *Wolfsblut* ist großartig geschrieben. Fast die Hälfte des Buches nehmen seine Zeit als Welpe ein. Die ersten Jagderfahrungen, nachdem er – wunderbar sensibel beschrieben – die Höhle das erste Mal verlässt. Aber auch die Misshandlungen durch die Menschen, welche ihn genauso verachten wie die Hunde, denen er nicht zugehörig ist.

Erst nach einer langen Leidenszeit als Schlitten- und Kampfhund, findet er einen Besitzer, dem er Vertrauen und Liebe schenken kann und der ihm – am Ende des Buches im doppelten Sinne – eine Familie gibt.
Der Autor schafft es großartig zu vermitteln, wie ein an sich gutartiges Tier bösartig gemacht wird und dass alle Lebewesen Respekt verdienen.

Fazit

Zurecht ein Klassiker.

Jack London (eigentlich John Griffith Chaney) wurde am 12. Januar 1876 als uneheliches Kind in San Francisco geboren. Er wuchs in Armut auf und musste bereits früh zum Einkommen der Familie beitragen. Nach einer Zeit, in der er sich als Fabrikarbeiter, Robbenjäger und Landstreicher durchschlug, holte er das Abitur nach und begann 1896 ein Studium, das er jedoch schon nach einem Semester abbrach. Er ließ sich vom Goldrausch anstecken und schürfte in Alaska selbst nach dem Edelmetall. Zurück in Kalifornien stellten sich mit seinen Tiergeschichten und Erzählungen über das harte Leben einfacher Menschen der Arbeiterklasse erste literarische Erfolge ein. In kurzer Zeit wurde London sehr wohlhabend. Seine plötzliche Popularität überforderte ihn jedoch. Alkohol und ein extravaganter Lebensstil führten den Schriftsteller in den Ruin. Jack London starb am 22. November 1916 im Alter von nur 40 Jahren auf seiner Farm Glen Ellen.

Gebundene Ausgabe: 1056 Seiten Verlag: Anaconda Verlag (30. September 2013) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3730600389 ISBN-13: 978-3730600382 Größe und/oder Gewicht: 16,3 x 11,1 x 19,8 cm

Gebundene Ausgabe: 1056 Seiten
Verlag: Anaconda Verlag (30. September 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3730600389
ISBN-13: 978-3730600382
Größe und/oder Gewicht: 16,3 x 11,1 x 19,8 cm

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