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Wann beginnt die griechische Geschichte? Mit den mykenischen Palästen? Mit Homer? Oder gar erst mit der Zeit Herodots, des Vaters der Geschichtsschreibung? Klaus Bringmann rückt jede Phase der griechischen Frühgeschichte ins rechte Licht und entwirft ein eindrucksvolles Epochenportrait, das die Zeit vom 12. bis zum 5. Jahrhundert v. Chr. umfasst. Spannend und anschaulich beschreibt Klaus Bringmann die Welt der griechischen Frühzeit mit ihren Hunderten von Stammesgemeinden und Stadtstaaten. Er erläutert ihre verbindenden Elemente – Sprache, Wanderungs-und Kolonisationsbewegungen, Kunst, Kultur und Religion -, betont die Bedeutung des Meeres für die Griechen, die prägende Rolle des Adels in Politik und Kultur, zeigt aber auch die Notwendigkeit auf, Machtgier und Skrupellosigkeit der Führungsschicht durch die Ausbildung von Rechtsordnungen und staatlichen Strukturen einzuhegen. Schließlich erhellt er die Entstehung der bipolaren griechischen Welt mit den Machtzentren Athen und Sparta und richtet zuletzt den Blick auf die erste große äußere Bedrohung des griechischen Kosmos durch die Perser, die das griechische Gemeinschaftsbewusstsein politisierte und die griechische Geschichte in neue Bahnen lenkte.

Verfallene Teile des Tempels von Knossos (1)

Verfallene Teile des Tempels von Knossos (1)

Wie bei Bringmann üblich, ist das Buch keine einfache Lektüre. Im Gegenteil, ich musste es sehr langsam lesen, damit ich auch wirklich alles mitbekam.

Geschildert werden die Ursprünge der Griechen als indogermanischen, russischstämmigen Volk, welche später in Hunderte von Stadtstaaten zerfielen. Belegt werden viele Thesen mit Homer, den archäologische Zeugnisse aus diesen Zeiten sind rar.

Fazit

Eine interessante Lektüre, welche höchste Konzentration verlangt.

Klaus Bringmann lehrte bis zu seiner Emeritierung an der Goethe-Universität Frankfurt/Main.

Gebundene Ausgabe: 413 Seiten
Verlag: C.H.Beck; Auflage: 1 (29. August 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 340669716X
ISBN-13: 978-3406697166
Größe und/oder Gewicht: 15,1 x 3 x 22,2 cm

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Rekonstruierte Wandmalerei in Knossos (2)

Rekonstruierte Wandmalerei in Knossos (2)

Ölgemälde der Ruinen des Palastes des Minos von N. Lambrinides im Jahr 1930. Aus den Arbeiten von Arthur Evans zu Ausgrabungen in Knossos auf Kreta bezieht. Gehalten durch das Ashmolean Museum (3)

Ölgemälde der Ruinen des Palastes des Minos von N. Lambrinides im Jahr 1930. Aus den Arbeiten von Arthur Evans zu Ausgrabungen in Knossos auf Kreta bezieht. Gehalten durch das Ashmolean Museum (3)

(1) CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=52291
(2) Von Apeto – selbst fotografiert, CC-by-sa 2.0/de, https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=1266636
(3) Von N. Lambrinides – Digital Bodleian, CC-BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=41608596

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