Er ist mit der Prärie und Kultur der Indianer verbunden wie kaum ein anderes Tier: der Bison. Doch im ausgehenden 19. Jahrhundert ist von den einst 30 Millionen Exemplaren nur noch ein Dutzend übrig. Denn das Land im Westen gilt als Wunderkammer, reich an Bodenschätzen und kostbaren Tieren, die von weißen Abenteurern und Jägern auf der Suche nach ihrem Stück vom Glück rücksichtslos ausgebeutet wird. Als schließlich der Naturwissenschaftler und Journalist George Bird Grinnell auf einer Zugreise mit einer Büffelherde kollidiert, steht für ihn fest, dass er die Ausrottung der stolzen Riesen verhindern muss … Ein leidenschaftlicher Kampf beginnt, der auch erstmals ins öffentliche Bewusstsein rückt, wie schutzbedürftig Amerikas einzigartige Landschaft ist. Eine packende Geschichte, die aktueller ist denn je und mitten hineinführt in den Wilden Westen.

Präriebison im Yellowstone-Nationalpark. Im Park leben heute zwischen 2.300 und 5.000 Bisons, was Yellowstone zu einem der Gebiete mit der höchsten Populationsdichte in den Vereinigten Staaten macht (1)

Kaum ein Tier ist so mit der amerikanischen Geschichte zu verbunden, wie der amerikanische Bisons. Und so ist dessen verknüpft mit Raubtierkapitalismus, den Indianerkriegen und der Erschließung des Kontinents mithilfe der Eisenbahn.

Aufgehäufter Berg von Bison-Schädeln, etwa Mitte der 1870er Jahre (2)

Zuerst berichtet der Autor über die traditionellen Jagdmethoden der amerikanischen Ureinwohner, und wie diese sich mit dem Pferd veränderten. Es werden die verschiedenen Herden erklärt, von denen es zwei gab, die Süd- und die Nordherde, wobei erstere zuerst ausgerottet wurde. Mit der Erschließung des Norden wurde auch die gut eine millionenstarke Nordherde ausgerottet. Dies geschah erstens, um den Indianern die Lebensgrundlage zu entziehen, und zweitens aus purer Habgier.

Ohne ihn gäbe es weder Bisons, den Yellowstone National Park und noch einen weiteren Park: George Bird Grinnell (3).

Auch wird gezeigt wie uninteressiert das Geschehen des Yellowstone National Parks von den meisten zu Kenntnis genommen wurden. Erst, als die hiesige Bisonherde auf 23 Tiere geschrumpft war, wurden sie wehrhaft geschützt. Das Buch schildert, Grinell geschickt der Macht seiner Zeitschrift und die Freundschaft zu Roosevelt nutzte, um den Park einzurichten und auf einen effektiven Schutz zu drängen.

Fazit

Ein über die Geschichte der Bisons und darüber, was ein einzelner Mensch alles bewirken kann, wenn er nur an seine Ziele glaubt.

Und eine erfreuliche Nachricht zum Thema Umweltschutz: Forscher gehen davon aus, dass Floridas Seekühe als Art überleben werden.

Michael Punke ist Anwalt für internationales Handelsrecht und derzeit US-Botschafter bei der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf. Er ist Autor historischer Sachbücher und hat außerdem einen Lehrauftrag an der University of Montana. Der internationale Durchbruch gelang ihm mit dem Band »Der Rückkehrer«, der als »eine der wahrhaft großen Erzählungen über den Wilden Westen« (Salt Lake Tribune) gefeiert wird und auf dessen Grundlage Alejandro G. Iñárritus oscarprämierter Film »The Revenant«, mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle, basiert.

Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
Verlag: Malik (3. April 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3890294499
ISBN-13: 978-3890294490
Originaltitel: Last Stand. George Bird Grinnell, the Battle to Save the Buffalo, and the Birth of the New West
Größe und/oder Gewicht: 14,7 x 3,4 x 22,2 cm

(1) Von © Frank Schulenburg /, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=48600773
(2) Von Bison_skull_pile.jpg: Unknownderivative work: Chick Bowen (talk) – Bison_skull_pile.jpg, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=15324296
(3) Von Not stated – Diary of the Washburn expedition to the Yellowstone and Firehole rivers in the year 1870 by Langford, Nathaniel Pitt., Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3549571

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