John Wesley Hardin war ein mutiger Mann, der seine Waffe auf jene Soldaten richtete, die in den dunklen Tagen nach dem Bürgerkrieg in ganz Texas wüteten. Schon als junger Bursche hat er gegen das Unrecht gekämpft. Und als die verdammte State Police unschuldige Leute tyrannisierte, hat er ihnen da nicht die Hölle heißgemacht? Hat er sie nicht eigenhändig aus Gonzales County vertrieben? Sicher, er hat Männer umgebracht, viele Männer – aber nur Männer, die versucht haben, ihn zu töten! Selbstverteidigung ist das oberste Gesetz des Lebens, das weiß jeder. Und Hardin hat nichts anderes getan, als nach diesem Gesetz zu leben. Wer würde nicht dasselbe tun, wenn er nur den Mut und die Fähigkeiten dazu hätte? So sagten die einen.
Die anderen sagten, er sei von Natur aus rebellisch gewesen, ein schwarzes Schaf. Nein, schlimmer – viel schlimmer. Von Grund auf böse. Ein geborener Killer. Eine gewalttätige Seele, beherrscht vom Stolz, der schlimmsten aller Todsünden. Seinen mörderischen Taten noble Absichten zu unterstellen hieße, Teufelshörnern einen Heiligenschein aufzusetzen.

Am Anfang war ich durchaus begeistert von dem Roman und wollte gleich das nächste von ihm bestellen, bevor ich das erst durchgelesen hatte. Zum Glück habe ich es nicht getan, denn irgendwann gibt es keine richtige Handlung mehr, sondern nur noch Gewalt.

Zudem setzt das Buch einiges Wissen über amerikanische Geschichte voraus, mir war weder die Hauptfigur bekannt, noch was die Regulatoren waren.

Die Erzählweise ist sehr interessant, so tritt der Hauptcharakter selbst nicht auf, sondern es werden verschiedene Berichte montiert.

Fazit

Ich kann mir vorstellen, dass Leser von Pollock und Burke das Buch gerne lesen werden. Meines war es, wie die Bücher der vorher genannten Autoren, gar nicht.

Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: Liebeskind; Auflage: 1 (24. August 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 395438051X
ISBN-13: 978-3954380510
Größe und/oder Gewicht: 14,7 x 3,8 x 21,7 cm

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