Drei Monate nach dem Tod seiner Frau fällt der Blick eines Mannes zum ersten Mal auf einen alten, abgestorbenen Apfelbaum, der eigentlich schon längst hätte gefällt werden sollen. Dieser Baum scheint sich seiner Aufmerksamkeit nun buchstäblich aufzudrängen und hat, wie er da steht, etwas Vorwurfsvolles.

Zunächst versucht der Mann, dem keine Beachtung zu schenken, denn er ist voll und ganz damit beschäftigt, seine neugewonnene Freiheit und den ungestörten Müßiggang zu genießen, nachdem seine Frau ihn nicht mehr mit ihrem verbissenen Hausfraueneifer und ihrer ständig leicht vorwurfsvollen Gereiztheit plagt. Doch dann beginnt dieser verhexte Apfelbaum, ihn zu schikanieren und sich in ein perfekt-perfides Instrument der Verfolgung zu verwandeln …
Aus dem Englischen neu übersetzt von Hilda Wolff.

Kulturapfel (Malus domestica), blühender Baum (1)

Ein alter, bereits totgeglaubter Apfelbaum erwacht nach dem Tode der Hausbesitzerin zu neuen Leben. Der Witwer fokussiert daraufhin seinen ganzen Frust auf diesen Baum.

Die Autorin zeigt auf, wie man sich in Dinge hineinsteigern kann, wenn man nur wirklich möchte. Die Pflanze bekommt den ganzen Frust eines Ehelebens und den Verlust der Partnerin ab. Mit letztendlich tödlichen Konsequenzen.
Wirklich spannend ist das nicht, auch der Protagonist war mir zutiefst unsympathisch. Mit ihm zu leiden wird immer unmöglicher, je mehr man erfährt, wie zerrüttet die Ehe, vor allem durch ihn war.

Fazit

Muss man nicht gelesen haben.

Taschenbuch: 120 Seiten
Verlag: Unionsverlag; Auflage: 1., Aufl. (26. September 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3293205399
ISBN-13: 978-3293205390
Originaltitel: The Apple Tree
Größe und/oder Gewicht: 11,5 x 1 x 19,2 cm

(1) Von Sten Porse – Self-published work by Sten Porse, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=37483

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