Hm, klingt jetzt nicht wirklich überzeugend. Wie sind denn Sprache und Charakterzeichnung? Da Du das Buch ja zumindest fertig gelesen hast (was sooooo oft hier bei Dir auch nicht vorkommt 🙂 ), muss es zumindest „etwas“ gehabt haben. Liebe Grüße!

Kommentar beim Scherbenhaus

Da sich dies der ein oder andere vielleicht auch schon einmal gedacht hat, eine kurze Erklärung, was mir bei Büchern wichtig ist, was zu Abbrüchen und zu den Bewertungen führt:

Wichtig ist mir in der Belletristik, dass ich das Gefühl habe, dass der Autor einen eigenen, originellen Stil und eigene Themen findet.

Ein Beispiel ist Keigo Higashino, der die Mörder immer sehr früh enttarnt, und dessen Krimis sich um die Motive der Täter drehen. Ein anderer Krimiautor ist der von mir sehr geschätzte Robert Goddard, dessen Bücher sich um falsche Fassaden, Intrigen und Verrat drehen.

Juli Zeh hat es mit *Unterleuten* geschafft, nicht nur ein Dorfleben zu sezieren, sondern verschiedene Milieus aufeinandertreffen zu lassen.

Bei den Histo-Romanen fällt mir spontan *Der Name der Rose* oder auch *Das karmesinrote Blütenblatt* ein, welches einen glauben lässt, man würde einen Dickensroman lesen, auch wenn dieser imitierende Schreibstil nach und nach aufgeweicht wird.

Und ich denke, dann wird recht schnell klar, warum ich vielen Büchern keine gute Bewertung geben kann, oder sie sogar abbreche. (Letzteres, weil mir mein Zeit und meine Geduld einfach zu schade für sie sind.)
Zum Beispiel das Scherbenhaus, in welchem die Autorin es weder geschafft hat, ein originelles Thema zu finden, noch einen eigenen Schreibstil. Das akzeptiere ich nur, wenn die Handlung extrem spannend ist – und das ist leider auch selten der Fall.

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