Robert Lichtenwald, Anwalt aus München, flieht vor einer Lebenskrise in sein Rustico in der Maremma im stillen Süden der Toskana. Hier, in den Hügeln um den Ort Morcone, möchte er zur Ruhe kommen und sein Leben überdenken. Doch bald nach seiner Ankunft entdeckt er an einer Schwefelquelle die Leiche eines Afrikaners. Auf der Brust des Toten ist ein Schriftzeichen eingeritzt. Als kurz darauf zwei weitere Menschen qualvoll sterben, wird Lichtenwald gegen seinen Willen in die Ermittlungen hineingezogen. Gemeinsam mit der eigensinnigen Lokalreporterin Giada Bianchi versucht er, den Mörder zu entlarven, die Verbrechen zu stoppen – und so auch sein eigenes Leben zu retten.

Toskana-Landschaft bei Siena (1)

Das Buch hat es leider bis zur Mitte nicht geschafft, mich anzusprechen. Das lag vor allem daran, dass die Krimihandlung entschieden zu kurz kam. Ich hatte den Eindruck, dass der Autor meinte, ein paar italienische Begriffe und Gerichte einzustreuen, würde reichen. Mir zumindest reicht dies nicht, es gibt Erzählstränge, die angeschnitten und nicht weiterverfolgt werden.

Das Entscheidende ist aber, dass es keine stringente Krimihandlung zwischen den verschiedenen Leichen gibt.

Fazit

Laff.

Stefan Ulrich ist Autor dreier Bestseller über das Leben mit seiner Familie in Italien und Frankreich. Darin beschreibt er augenzwinkernd und mit viel Sympathie für seine Gastländer die großen und kleinen Besonderheiten von Italienern und Franzosen. Im Mai 2017 ist sein erster Italien-Krimi erschienen: „Die Morde von Morcone“.

Stefan Ulrich, geboren 1963 in Starnberg, studierte in München, Freiburg und Rom. Als Korrespondent der „Süddeutschen Zeitung“ verbrachte er je vier Jahre in Rom und Paris. Heute lebt er mit Frau, Tochter und Sohn wieder an der Isar. Er arbeitet im Ressort Außenpolitik der Süddeutche Zeitung – und schreibt weiterhin am liebsten über Italien und Frankreich

Broschiert: 288 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (12. Mai 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 354828924X
ISBN-13: 978-3548289243
Größe und/oder Gewicht: 13,4 x 3 x 20,5 cm

(1) Von Norbert Nagel, Mörfelden-Walldorf, Germany – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=12566717

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