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Die Himmelsscheibe von Nebra, der Keltenfürst vom Glauberg, die Slawenburg Raddusch, die eiszeitliche Löwenmenschfigur von der Schwäbischen Alb, das Wikingerschiff von Haithabu, die rekonstruierten römische Bauwerke in Xanten und am Limes: Gespickt mit aktuellen Informationen und attraktiven Abbildungen führt Sie dieser Band zu den bedeutendsten archäologischen Sehenswürdigkeiten, die Deutschland zu bieten hat. Anhand der kompakten, reich illustrierten Texte können Sie sich schon zu Hause ein lebendiges Bild von den eindrucksvollen Schätzen unserer Vergangenheit machen.
Mit nützlichen Hinweisen zu Anfahrt, Öffnungszeiten u. v. m.

Fehlt: Das Heiligtum in der Taberna archaeologica, Mainz (1)

Erst war ich irritiert, dass es kein Landkartenverzeichnis gibt, dieses findet sich jedoch am Ende des Buches. Die zweite Irritation folgte, dass Mainz gar nicht aufgeführt wird, dabei hat es mit dem Drususstein, dem einzigen Isistempel nördlich der Alpen (Eigenwerbung?), dem Museum für antike Seefahrt und dem größten erhaltenen antiken Theater nördlich der Alpen wirklich einiges zu bieten. Ein Gesamtverzeichnis für Mainz findet sich bei Wikipeda. Wenn eine so archäologisch wichtige Stadt komplett unterschlagen wird, macht dies keinen guten Eindruck.

Die Verteilung der Ausflugsziele konzentriert sich auf den Süden und Westen Deutschlands, mit einigen Einsprengsels in der Mitte, dem Norden und dem Osten Deutschlands. Ohne es genau gezählt zu haben, dürften die übrigen Regionen so viele Ziele gemeinsam haben, wie der Süden und Westen zusammen.

Die Stätten werden jeweils vorgestellt, es gibt eine Infobox, mit Adresse, Öffnungszeiten und – sehr praktisch – Sehenswürdigkeiten in der Nähe. Schön wäre gewesen, wenn evtl. Bus-/Bahnlinien und Autobahnabfahrten genannt worden wären, wobei bei letzteren ja fast jeder inzwischen ein GPS-Gerät hat.

Fazit

Es sollte sich für jeden deutschlandweit mindestens ein Ausflugsziel finden, sehr zu loben ist, dass auch Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung angegeben sind. Jedoch wirkt die Auswahl ein wenig willkürlich. Dass kleinere Ausflugziele wie die Villa Haselburg keine Erwähnung finden, ist verständlich, weil dies den Rahmen sprengen würde, aber auch das bedeutende Mainz fehlt.

André Wais ist Chefredakteur der Zeitschrift »Archäologie in Deutschland« sowie Herausgeber und Autor zahlreicher Publikationen zur südwestdeutschen Geschichte.
Tina Steinhilber ist Redakteurin der Zeitschrift »Archäologie in Deutschland«. Sie ist eng vertraut mit aktuellen Forschungsentwicklungen im Bereich Archäologie.
Linda Gaiser hat an der Eberhard Karls Universität Tübingen Archäologie des Mittelalters studiert und in der Redaktion der »Archäologie in Deutschland« mitgearbeitet.

Taschenbuch: 184 Seiten
Verlag: Theiss, Konrad; Auflage: 3., akt. u. erw. Aufl. (15. Mai 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3806234671
ISBN-13: 978-3806234671
Größe und/oder Gewicht: 17,4 x 1,5 x 24,1 cm

(1) Von Fotografiert von Martin Bahmann – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1746214

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