Seit sie bei einem Einsatz angeschossen wurde, sitzt die ehemalige Kommissarin Hanne Wilhelmsen im Rollstuhl. Eigentlich wollte sie mit ihrer Vergangenheit nichts mehr zu tun haben. Doch dann bittet ihr Ex-Kollege Billy T. sie verzweifelt um Hilfe: Er fürchtet, dass sein Sohn Linus in islamistische Kreise geraten ist. Bevor aber Hanne und Billy T. ihr erstes Gespräch nach langem Schweigen beenden können, zerreißt eine Detonation ganz in der Nähe die Luft – und eine zweite Bombe tickt bereits …

Ziemlich genau 10 Jahre ist mein letzter Anne Holt-Roman her, und immer wieder in diesen 10 Jahren hatte ich das Buch in so guter Erinnerung, dass ich wieder einen Krimi von ihr lesen wollte.

Umso enttäuschter war ich von *Ein kalter Fall*. Die ersten Seiten mit der Brieftaube hatten mich richtig gepackt und ich dachte. Das ist es! Aber dann sackte der Krimi ab, Bombenterror und Konvertiten sind zu gewöhnlich geworden, als dass sie bei mir noch Interesse erwecken können. Den Schreibstil fand ich relativ flach, die Ermittler gehen sich in PC-Diskussionen, nicht einmal mehr zugeben, dass manSchwierigkeiten hat, sich ausländische Namen zu merken geht mehr. Und weil immer betont wird, dass es ja auch andere Muslime gibt, kam mir das Buch eher wie eine Aufklärungsbroschüre als ein Krimi vor.

Dazu kommt, dass die Beziehungen der einzelnen Leute untereinander mir nicht bekannt waren. Dies ist zwar für das Verständnis nicht erforderlich, aber man merkt, dass etwas fehlt.

Fazit

Sehr flach.

Ein kalter Fall: Kriminalroman (Hanne-Wilhelmsen-Reihe, Band 9)
Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch (1. Juni 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492311547
ISBN-13: 978-3492311540
Originaltitel: Offline
Größe und/oder Gewicht: 12,2 x 3 x 18,8 cm

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