Im Jahr 1177 v. Chr. stehen die ersten großen Zivilisationen unserer Menschheit vor dem Untergang. Marodierende Seevölker bedrohen Ägypten unter König Ramses III. Wie Dominosteine fallen Mykene, Troja und Milet nach Jahrhunderten des Aufstiegs und des Glanzes. Konnte das allein das Werk der Seevölker sein? In seinem internationalen Bestseller erzählt Eric H. Cline die packende Geschichte vom »ersten Untergang der Zivilisation«: Erst durch die katastrophale Summe von Krieg, Revolten, Wirtschaftskollaps und Naturkatastrophen stürzte die erste große Zivilisation für Jahrhunderte in die Dunkelheit. Folgen Sie dem renommierten Archäologen Eric H. Cline in eines der spannendsten Kapitel der Menschheitsgeschichte! Amazon

Der älteste bislang entdeckte Schmelzofen der Menschheit wird in die Bronzezeit datiert und wurde auf Kreta im Palast von Kato Zakros (minoische Kultur) ausgegraben (1)

Nachdem Clines Buch *Versunkene Welten und wie man sie findet* meine Begeisterung für die Bronzezeit entfacht hatte, entsann ich mich, dass ich noch ein Buch von ihm hatte, in welcher es um diese Zeit geht.

Im Gegensatz zu den Versunkenen Welten konnte ich *1177 v. Chr.* sehr mühsam folgen. Es tauchen sehr viele Namen von Städten auf, sodass man immer wieder die Karte vorne im Buch konsultieren muss, auch sehr viele Herrschernamen. Ein starker Augenmerk liegt auf dem Alten Ägypten. Auch wenn es interessant war zu erfahren, dass Tutenchamun, Echnaton und Ramses bronzezeitlich waren, so war Ägypten kulturell zu speziell, um mit den anderen Kulturen vergleichbar zu sein. Mir wäre ein Schwerpunkt auf Kreta und überhaupt die Levante lieber gewesen, die Etrusker als nicht gerade unbedeutendes Volk finden gar keine Erwähnung.

Ob ich Wissen aus der Lektüre mitgenommen habe, wird sich zeigen, wenn ich andere Publikationen zu dem Thema lesen werden. Aktiv kann ich mich nur an die Information erinnern, dass der Mittelmeerraum das Zinn aus Afghanistan bezog, es teilweise Handelsblockaden und den erste globalisierten Handel gab – so trieben die Ägypter Handel mit dem Ostseeraum, um an den begehrten Bernstein zu kommen. Die Volkswirtschaften waren so miteinander verflochten, dass der Sturz des einen den des anderen zur Folge hatte.
Es gibt einen ca. 100 Seiten starken Anhang mit Namensregister, Quellen usw..

Fazit

Für Einsteiger ist das Buch zu kompliziert, zu viele Namen, zu viele Völker.

Eric H. Cline war mit 1177 v. Chr. bereits für den Pulitzer-Preis vorgeschlagen und hat mit seinem Werk den ersten Preis der American School of Oriental Research gewonnen. Cline ist Professor für Klassik und Anthropologie und Direktor des Archäologischen Instituts an der George Washington Universität.
Prof. Dr. Dr. hc. mult. Hermann Parzinger ist seit 2008 Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Seit 1990 war der habilitierte Vor- und Frühgeschichtler für das Deutsche Archäologische Institut tätig, von 2003 bis 2008 als dessen Präsident.
Cornelius Hartz ist Klassischer Philologe und arbeitet als freier Lektor, Autor und Übersetzer in Hamburg.

Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: Theiss, Konrad (19. August 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3806231958
ISBN-13: 978-3806231953
Größe und/oder Gewicht: 16 x 3,3 x 22,7 cm

(1) Von Foto : Markoz – Reiseführer Kreta, Eberhardt Fohrer, Michael Müllerverlag, S. 464, Copyrighted free use, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=32799387