1913, unweit von Bagdad. Der Archäologe Robert Koldewey leidet ohnehin schon genug unter den Ansichten seines Assistenten Buddensieg, nun quält ihn auch noch eine Blinddarmentzündung. Die Probleme sind menschlich, doch seine Aufgabe ist biblisch: die Ausgrabung Babylons. Zwischen Orient und Okzident bahnt sich gerade ein Umbruch an, der die Welt bis in unsere Gegenwart hinein erschüttern wird. Wie ein Getriebener dokumentiert Koldewey deshalb die mesopotamischen Schätze am Euphrat; Stein für Stein legt er die Wiege der Zivilisation frei – und das Fundament des Abendlandes. Kenah Cusanits erster Roman ist Abenteuer- und Zeitgeschichte zugleich – klangvoll, hinreißend, klug. Amazon

Überreste des Ischtar-Tors in Babylon nach seiner Ausgrabung (1)

Ich gehöre eigentlich nicht zu den Leuten, die ein Buch anlesen und dann ein Urteil fällen, 100 Seiten gebe ich jedem Buch in der Regel. Aber bei dem Buch war mir schon beim ersten Satz klar: Der Schreibstil und ich passen nicht zueinander. Endlos lange Sätze, dröge, am liebsten hätte ich auf Seite 2 schon das Buch zugeklappt. Ich habe mich bis Seite 39 gequält und dann stellte ich ein für alle mal fest: Auch der Inhalt ist extrem langweilig. Die Autorin, selbst Altorientalistin, wollte offenkundig soviel Wissen wie möglich unterbringen. Wahrscheinlich wäre es besser gewesen, sie hätte ein Sachbuch über die Ausgrabungen geschrieben und sich nicht an einem Roman verhoben, der lebendig wie ein gut getrocknete Mumie ist.

Fazit

Dröge.

Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG (28. Januar 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3446261656
ISBN-13: 978-3446261655
Größe und/oder Gewicht: 13,7 x 2,5 x 21,3 cm

(1) Library of Congress Prints and Photographs Division Washington, D.C. 20540 USA – Library of Congress

Ishtar-Tor, Babylon, Irak, 1932
Gemeinfrei
File:Ishtar-gate-بوابة-عشتار.jpg
Erstellt: 1. Januar 1932