Wochenlang stand Michel Houellebecqs »Unterwerfung« auf den Bestsellerlisten und erreichte eine ungeahnte Medienpräsenz.
Der Publikation seines neunen Romans »Serotonin«, der gleichzeitig in Frankreich, Italien und Deutschland erscheint, sieht man mit großer Spannung entgegen. Einmal mehr offenbart der Prix-Goncourt-Preisträger sein unnachahmliches Gespür für virulente Themen – und beweist im gleichen Zug, dass er nie schreibt, was man von ihm erwartet, dass es ihm vielmehr gelingt immer wieder aufs Neue zu überraschen.
In »Serotonin« rechnet die Hauptfigur ab: mit der modernen Gesellschaft, der Wirtschaft, der Politik – und mit sich selbst.

Ungekürzte Lesung mit Christian Berkel
1 mp3-CD | ca. 10 h 32 min Amazon

Strukturformel von Serotonin

Das Buch ist total krank, anders kann ich es nicht formulieren. Nach zwei Stunden zuhören war mir übel vor lauter Ekel.
Sex mit Hunden, wobei genau die Schwierigkeiten erläutert werden, welche sich aus der verschiedenen Anatomie Frau – Hund ergeben. Oralsex mit Rüden. Oralsex mit zwei Penissen gleichzeitig im Mund und das Gesicht voller Sperma. Überhaupt ist Sex die dominierende Erzählung, ansonsten beschimpft der Erzähler seine Partnerin, was für eine Schlampe sie doch wäre. (Wobei die schlechte Meinung über sie durchaus gerechtfertigt ist.)

Auch der Leser bekommt sein Fett weg, so erklärt der Autor *für seine Unterschichtsleser* die verschiedenen Hotelklassen.

Fazit

Als Film hätte dieses Buch nie eine Freigabe bekommen. Provokation schön und gut, aber das ist für mich Missbrauch der Kunstfreiheit und einfach nur krank.

Michel Houellebecq wurde 1958 auf La Réunion geboren und wuchs bei seinen Großeltern in Crécy-La-Chapelle auf.

1980 erhielt er sein Diplom als Agraringenieur, danach arbeitete er im Informatik-Bereich.
Houellebecq veröffentlichte zunächst Gedichtbände, für die er bald mit Preisen ausgezeichnet wurde. 1992 wurde ihm der Prix Tristan Tzara für »Suche nach Glück«, 1996 der Prix de Flore für »Der Sinn des Kampfes« verliehen. Der internationale Durchbruch gelang ihm mit seinem ersten Roman »Ausweitung der Kampfzone«.

Sein zweiter Roman, »Elementarteilchen«, erschien im Herbst 1998 und wurde noch im gleichen Jahr mit dem angesehenen Prix Novembre und dem Prix du Meilleur Livre de l’Année des Literaturmagazins »Lire« ausgezeichnet. Der visionäre Gesellschaftsroman erschien in über 25 Übersetzungen und wurde zum viel diskutierten Kultbuch.

Im Jahr 2000 erschienen die satirische Reiseerzählung »Lanzarote« und die Miszellaneensammlung »Die Welt als Supermarkt«. 2002 folgten ein Essay über den amerikanischen Autor H.P. Lovecraft, »Gegen die Welt, gegen das Leben«, und der Roman »Plattform«. 2009 wurde sein Briefwechsel mit Bernard-Henri Lévy, »Volksfeinde«, und 2010 die Essaysammlung »Ich habe einen Traum« veröffentlicht. 2011 erschien der Roman »Karte und Gebiet«, für den Michel Houellebecq mit dem renommiertesten französischen Literaturpreis, dem Prix Goncourt, ausgezeichnet wurde. Zuletzt veröffentlichte der DuMont Buchverlag 2014 den Gedichtband »Gestalt des letzten Ufers« und 2015 den Roman »Unterwerfung«.

Serotonin: Ungekürzte Lesung mit Christian Berkel (1 mp3-CD)
Audio CD
Verlag: Der Audio Verlag (31. Januar 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 374240931X
ISBN-13: 978-3742409317
Größe und/oder Gewicht: 13,7 x 1 x 14,7 cm