Die Montagsfrage #35 – Was macht eine gute Buchhandlung aus? fragt Lauter & Leiser heute.

Mit freundlicher Genehmigung von Lauter & Leise.

Da ich seit an die zehn Jahren in keiner Buchhandlung mehr gewesen bin, ist es eine ziemlich theoretische Frage für mich.

1.) Die Buchhandlung soll gefälligst bestellen, was ich lesen möchte, ob es “Das Kapital“ von Marx ist, oder Sarrazins neuster Erguss. Es hat niemand zu bestimmen, was ich lese. Es soll Listen geben, welche Buchhandlungen sein Buch verkaufen oder nicht. Wenn mir jemand verweigern würde, ein Buch zu verkaufen, dann wäre ich als Kunde weg. Den unrühmlichen Vogel schießt (wieder einmal) ein Buchhändler aus Berlin ab, der meinte, er würde den Kunden dann LTBG-/ oder Multikulti-Bücher unter diese Nase halten, wenn es vorkommen sollte, dass jemand Sarrazin bestellen würde. Wäre aber noch nie vorgekommen, was insofern nicht verwundert, als dass die Kunden sich den Titel lieber woanders kaufen. Alleine diese Einstellung wäre für mich schon ein K.O. – Kriterium, mir dort nie einen Fetzen Papier zu kaufen. Ich weiß wirklich nicht, wie man anmaßend sein kann zu glauben, man dürfe bestimmen, was andere lesen.

2.) Schließt sich eigentlich schon direkt an, nämlich dass der Buchhändler nicht (im Negativen) andeuten sollte, was er von meiner Auswahl hält.

3.) Eine reichliche Auswahl im Bereich Geschichte und Kunst, sowie kundige Händler, die Amazons “Kunden die dies kaufen, kauften auch das.“ imitieren können.

4.) Eigene Parkplätze vorm Geschäft, und zwar reichlich. Ich wollte keine Bücher durch die halbe Stadt schleppen. Erreichbarkeit ist ohnehin der Grund, warum ich in keine Buchhandlung gehe. Ich lasse mir meine Sendungen immer zur Post liefern, an der ich täglich vorbeifahre.