Hollywood 1922: Eigentlich hat Hardy Engel genug von der Filmbranche. Doch dann bittet ihn der Starregisseur William Desmond Taylor, dem Hardy noch einen Gefallen schuldig ist, um Hilfe. Als Hardy seine Wohnung betritt, liegt Taylor erschossen am Boden. Nun selbst Verdächtiger im Visier der Staatsanwaltschaft, hat Hardy keine Wahl: Er muss den wahren Mörder finden. Doch der Kreis der Verdächtigen ist groß, denn der stille Taylor scheint neben vielen Liebhaberinnen auch eine Menge Feinde gehabt zu haben. Hardy legt sich einmal mehr mit den mächtigsten Männern der Stadt an und wird zur Schlüsselfigur in Hollywoods blutigstem Jahr.

Lesung mit Uve Teschner
2 mp3-CDs | ca. 15 h 30 min Amazon

William Desmond Taylor (1)

Für Fans des alten Hollywoods oder auch nur der Filmgeschichte ist dieses Buch ein Fest. Sie haben einfach alle ihren Auftritt, Lemmle, Cecil B. de Mille, Charlie Caplin, nur um eininge zu nennen.

Filmgeschäft, Korruption, Ausbeutung von Minderjährigen, Homosexualität, Drogen, Machtmissbrauch – der Film zeigt, wie unmoralisch Hollywood immer schon mit seinen Akteuren umgegangen ist. Jeder hat Dreck am Stecken, was aber toleriert wird, da dies auf Gegenseitigkeit beruht. Man darf sich eben nur nicht erwischen lassen.

Im Gegensatz zu 1921 fiel es mir dieses Mal nicht leicht, der Handlung zu folgen. 15 Stunden kann man nun einmal nicht in einem hören, und oft hatte ich bei der Fortsetzung Schwierigkeiten, mich daran zu erinnern, wer nun wer ist und in welcher Beziehung er zu den anderen steht. Es sind dieses Mal wirklich sehr viele Figuren.

Der Sprecher ist wie immer sehr gut und schafft es, die Emotionen sehr gut rüber zu bringen.

Fazit

Für Fans der Filmgeschichte ein Pflichtkrimi. Alle anderen bekommen immerhin einen spannenden, wenn auch manchmal durch die vielen Charakter verwirrenden, Krimi.

Christof Weigold wurde 1966 in Mannheim geboren. Anfangs schrieb er Theaterstücke, ab 1996 wirkte er in Köln als fester Autor an rund 600 Sendungen der „Harald Schmidt-Show“ mit und stand dafür auch häufig als Darsteller vor der Kamera.
Seit 2000 arbeitet er als freier Drehbuchautor für Film und Fernsehen. Weigold schrieb die Bücher für Fernsehfilme („Meine Hochzeit ohne mich“, „Ich bin ein Berliner“) sowie diverse Drehbücher für Kinoprojekte, meistens Komödien. Für das Zweite-Weltkriegsdrama „Der Frontbuchhändler“ erhielt er eine Drehbuchförderung des FFF Bayern.
Nach jahrelanger Vorarbeit realisierte Weigold ab 2015 sein erstes Romanprojekt „Der Mann, der nicht mitspielt“, einen historischen Krimi um den deutschen Privatdetektiv Hardy Engel im Hollywood der Zwanziger Jahre, konzipiert als Auftakt einer Reihe, im Stil des „Krimi noir“.
Der Stoff gab dem Autor auch Gelegenheit, die reichhaltigen Erfahrungen, die er selbst mit der Filmbranche – mit Produzenten, Regisseuren und Schauspielern – gemacht hatte, zu verarbeiten.
„Der Mann, der nicht mitspielt – Hollywood 1921: Hardy Engels erster Fall“ (640 Seiten) wurde im Februar 2018 im Verlag Kiepenheuer & Witsch veröffentlicht, ausgezeichnet mit dem Preis für das beste Krimidebüt „Harzer Hammer“ des Mordsharz-Krimifestivals sowie als Debütkrimi nominiert für den renommierten Friedrich-Glauser-Preis 2019.
Am 11. April 2019 folgte der zweite Band der Reihe, „Der blutrote Teppich“ (640 Seiten) in dem es Detektiv Hardy Engel im Hollywood des Jahres 1922 mit dem mysteriösen, legendären Mordfall des Regisseurs William Desmond Taylor zu tun bekommt. Band 3, angesiedelt in „Hollywood 1923“, erscheint im Herbst 2020.

Der blutrote Teppich. Hollywood 1922: Hardy Engels zweiter Fall: Lesung mit Uve Teschner (2 mp3-CDs)
Audio CD
Verlag: Der Audio Verlag (18. April 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3742409522
ISBN-13: 978-3742409522
Größe und/oder Gewicht: 14,2 x 1 x 14,4 cm

(1) Von http://en.wikipedia.org/wiki/Image:WilliamDesmondTaylor.jpg, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3129391