2017

William Gibson „Ich hoffe, wir sind nicht in negativen Utopien gefangen“
Keiner hat die Zukunft so vorhergesehen wie der US-Autor William Gibson. Zeit, mit ihm über ewiges Leben, Computer mit Charakter und Trumps Parallelwelt zu sprechen. Ein Interview von Jochen Wegner

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„Ich werde keinem Kind mehr gerecht“ – Ich kann daraus nur den Schluss ziehen, dass es unverantwortlich ist, in Deutschland Kindern zu kriegen, wenn man sich keine Privatschule leisten kann.

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Schottische Krimis – Nichts ist zäher als ZwietrachtDie Erben der vergessenen Generation: Peter May und Mark Douglas-Home bereichern die schottische Kriminalliteratur – mit Weltkriegshelden, indischen Sexsklavinnen und Klimawandel.

Das ist die längste Höhle der Welt Präsident Trump glaubt, Amerika „great again“ machen zu müssen. In einem Punkt aber hat er sicher keinen Handlungsbedarf: Die längste Höhle der Welt gibt es in den USA schon. Ein Besuch in Kentucky.

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Islam: Wachstumsbremse Koran

Nicht der Westen ist schuld am Zurückbleiben der arabischen Länder. Diese haben den Übergang in die Moderne verpasst – nicht zuletzt wegen ihrer rigiden Berufung auf den Koran.

Der Artikel ist zwar schon älter, aber sehr informativ. Auch auf den Buchmarkt in den arabischen Ländern wird eingegangen.

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Du bist, was du liest
Unser Autor Michael Allmaier hat sich durch die Privatbibliotheken von drei Professoren gewühlt – und viel über ihre Besitzer erfahren.

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Die Zukunft des Lesens
Lesen wir mit Tablet und Smartphone anders als im gedruckten Buch? In dieser Frage hat jeder eine Meinung, kaum einer kann sie begründen. Gut, dass sie inzwischen gründlich erforscht wird.

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Ein neuer Award will die lustigsten Haustierbilder auszeichnen. Bisher sind vor allem schräge Fotos von Hunden, Katzen und Pferden eingegangen.

Unbedingt ansehen, die Bilder sind spitze!

Das Fell glänzt so sehr, dass es fast in den Augen brennt. Achal-Tekkiner tragen den Spitznamen „Himmelspferde“ nicht ohne Grund. Sie gehören zu den schönsten und selteneren Kreaturen der Welt.

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Wut im Buch
Susanne Dagen ist die Buchhändlerin des Dresdner Bürgertums. Doch seit man ihr nachsagt, „Pegida-nah“ zu sein, wenden sich viele ihrer Kunden ab.

Ein Artikel darüber, wie existenzbedrohend es in Deutschland nach wie vor ist, eine Meinung zu haben und zu äußern.

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Geheimnisvolle Landkarte Bibliothekar spürt Teil von seltenem Bibel-Puzzle auf
In einer Bibliothek ist ein Fragment einer extrem seltenen Landkarte aus dem 16. Jahrhundert aufgetaucht. Sie zeigt das Heilige Land und bestand einst aus zwölf Teilen – und bis auf zwei sind alle anderen verschollen.

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Der erste Satz ist heilig
Am Anfang war das Wort. Aber mit welchem Wort soll man anfangen? Ein Essay über die Kunst, einen Roman zu eröffnen, und einen der schlechtesten ersten Sätze überhaupt. Von Frank Schätzing

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Der Tod des Germanisten – meine Vorurteile zu einem schönen Fach
Nichtsahnend lese ich einen Artikel in der Zeit über Germanistik und Literatur und plötzlich stürmen auf mich so viele Erinnerungen ein – aus der Schulzeit, aus der Studienzeit. Ich habe Amerikanistik und Anglistik studiert, nicht Germanistik. Mein Plan war ursprünglich ein anderer. Aber den haben mir manche Lehrer zur Schulzeit ausgetrieben. Zurückgelassen wurde ich mit einem sehr erschreckenden Germanistikbild, von dem ich gar nicht weiß, ob es überhaupt stimmt.

Und bei Random House wird ordentlich umstrukturiert.
Die Faz schrieb:

Der Konzern gab eine Pressemeldung heraus, die zwar nicht gleich eine wirkliche Verlagsneugründung versprach, stattdessen die Etablierung der deutschen Marke Penguin Hardcover. Unter diesem Namen sollen künftig die Verlagsprogramme DVA Literatur, Knaus, Manesse und Siedler zusammen laufen.
….
Mit Goldmann und Heyne hat Random House bereits zwei Flaggschiffe für bestsellertaugliche Unterhaltungsliteratur. Penguin HC soll offenbar ähnlich publikumsorientiert ausgerichtet werden.

Den gesamten Artikel mit kritischer Analyse kann man hier für 1,99 lesen. Dass Manesse in Penguin Classics aufgeht, finde ich sehr schade. Und wenn das nicht läuft, werden wir weniger Klassiker auf dem deutschen Buchmarkt haben.

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Maas schafft ein Wahrheitsministerium
Die Bundesregierung will im Eiltempo ein Gesetz gegen Hasskommentare beschließen. Die Tür zu Staatszensur und einem Wahrheitsministerium wird geöffnet. Medien- und Branchenverbände laufen zurecht Sturm gegen die Attacke auf die Meinungsfreiheit

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Bin ich ein kritischer Leser? fragt Lost Pages

Machen wir es uns beim Lesen zu leicht? oder Warum Fantasy-Welten gerne mal komplizierter sind. erklärt Miss Foxyreads

Keine Zeit… wie integriert ihr Lesen in den Alltag? will Insie Eule wissen.

Ansonsten wie immer empfehlenswert und querbeetein: Mikkas Auslese. (Dort habe ich auch die vorigen Tipps her)

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Kleine gelbe Heftchen
Das Reclam-Heftchen sieht seinem 150. Geburtstag entgegen. Höchste Zeit, mit dem Feiern anzufangen.

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Vampire im Schlafzimmer

Vor 120 Jahren kam Bram Stokers Roman „Dracula“ heraus. Aber unangenehmer als der Blutsauger war langfristig doch eigentlich dieser Van Helsing.

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Zur Kritik des normierten Lesens
In den letzten Wochen wurde mir, vor allem anlässlich meines Beitrags „Endlich sagt’s mal einer“, aber auch in anderen Kontexten, vorgehalten, ich wolle Kritik an Bloggern grundsätzlich unmöglich machen und verstehe überhaupt all diese Feuilleton-Artikel über Blogger ganz falsch, da sei kein Dünkel, da seien nur „verwunderte“ oder „ganz sachliche“ Feststellungen. Warum sehe ich überhaupt in rein sachlichen Beobachtungen von Kulturjournalisten so etwas wie Dünkel und Klassismus?

Weil es bestimmte Äußerungen und „Beobachtungsmuster“ gibt, die keine Zufälle sind: Die gesamte Praxis der Kritik an Buchbloggern, Booktubern und Bookstagarmern bedient historisch eingeschliffene Muster, die über 200 Jahre alt sind. Damit meine ich nicht alle Kritikpunkte, die solche Artikel so vorbringen, sondern spezifische Muster, die im Folgenden deutlich werden sollten. Weiter.

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Das Geschenk der Krähe
Nicht nur wir beobachten die Tiere, auch sie beobachten uns. Und ziehen ihre Schlüsse…

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Warum diese Künstlerin Gott als schwarze Frau darstellt

Ich finde das wirklich spannend, weil es zeigt, mit welcher Selbstverständlichkeit wir Weißen anderen unseren Blickwinkel und unser Selbstverständnis aufdrängen. Warum sollte es für Schwarze selbstverständlich sein, dass Jesus und Gott als Weiße dargestellt werden, wenn es uns (oder zumindest mich) irritiert, wenn sie als Schwarze gemalt werden?

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Der Müllmann, der mehr als 25.000 Bücher rettete
Seit 20 Jahren ist José Alberto Gutiérrez auf einer Mission: Er sammelt weggeworfene Bücher und stellt sie der Öffentlichkeit zur Verfügung. Ein Teil seiner Wohnung ist zur Gemeinschaftsbibliothek geworden.

Wenn ein erfolgreicher Verlag Hilfe braucht
Um 60.000 Franken musste der Schweizer Dörlemann Verlag per Crowdfunding bitten. Das klappte viel besser als erwartet – aber wie konnte es zu dieser Not überhaupt kommen?

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Warum fehlen immer die wichtigsten Bücher im Regal?
Das Problem ist altbekannt, eine Lösung fehlt seit Jahrhunderten. Wer überleiht und manipuliert in Bibliotheken eigentlich immer die Bücher, die andere so nötig brauchen? Eine Recherche in der Universitätsbibliothek Frankfurt.

Warum fehlen immer die wichtigsten Bücher im Regal?
Das Problem ist altbekannt, eine Lösung fehlt seit Jahrhunderten. Wer überleiht und manipuliert in Bibliotheken eigentlich immer die Bücher, die andere so nötig brauchen? Eine Recherche in der Universitätsbibliothek Frankfurt.

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Rezensionsexemplare und Anfragen – Ein Ding der (Un)Möglichkeit?

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Hörspiele: Eintrittskarte ins Kopfkino


Sie wuchsen mit Kassetten auf, heute schreiben sie Skripte, sprechen, schneiden und mischen ab. Dank des Internets ist eine lebendige deutsche Hörspielszene entstanden.

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Fundstücke aus den Literaturblogs – Juni 2017

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{Verlagshalbwissen} So tickt die Verlagsbranche, was viele nicht wissen, aber denken!

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Womit wir in Deutschland der Unfreiheit, vor allem der Gefährdung der Meinungsfreiheit, der Freiheit des Denkens und den Romanen 1984 und Fahrenheit 451 wieder ein wenig näher gekommen sind.

NZZ: Weil dem «Spiegel» ein Buch nicht passt, wird es klammheimlich von der eigenen Bestsellerliste gestrichen. Vielleicht hätten die Spiegelredakteure einmal den FAZ Warum Vielfalt jetzt nötig ist – Die Schönheit in der Andersartigkeit lesen sollen.

Nun freilich hat man dort die Marschroute geändert und vor kurzem einen Titel – Rolf Peter Sieferles postum erschienene Essaysammlung «Finis Germania» – kurzerhand (und klammheimlich) vom redlich am Buchhandlungstresen erworbenen Listenplatz 6 gestrichen. Die Massnahme hat den Publizisten Henryk M. Broder prompt an die Geschichtsschreibung «sowjetischer Zensoren» erinnert, wie er in der Zeitung «Die Welt» schrieb.

Ich für meinen Teil werde den Spiegel in Zukunft weder kaufen, noch Spiegel Online besuchen.

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Kochen und Backen ohne Eier: Das sind die Alternativen

Punkt Punkt Komma Strich
In Schrift und Sprache haben’s Satzzeichen schwer. Die Bedeutung, der Interpunktion fällt meist, erst dann auf wenn sie fehlen oder an der falschen, Stelle stehen.

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Das Unglück des Poeten

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Es ist Magie! 10.000 Seiten uralter Zaubersprüche entdeckt

Verstaubt in der Unibibliothek, Jahrhunderte alt: In Leipzig ist eine einzigartige Ritualsammlung aufgetaucht. Geister beschwören, sich unsichtbar machen – so geht’s.

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