Zeitungsausschnitte

Die Ankläger sagen selten oder nie, was ihre eigenen Motive sind. Kann es sein, dass auch erklärte Menschenfreunde, Humanisten, Altruisten egoistische Motive haben? Worin besteht z. B. der persönliche Gewinn eines Radikalen, der verlangt, man solle alle Flüchtlinge, egal wie viele es sind und woher sie kommen, in Deutschland aufnehmen?

Er profiliert sich in seiner Gruppe als der Konsequenteste, der Edelste, der alle anderen mit seiner Unbedingtheit beschämt, obwohl er nicht angeben kann, wie sein Projekt auch nur zwei Tage lang den Test der Praxis bestehen würde.

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article151068000/Realitaetsverweigerung-ruiniert-unsere-Demokratie.html

Hinter diesen und anderen realitätsblinden Forderungen steht in aller Regel eine ungenannte historische Mission, die von einer „Nie wieder“-Liste getragen wird: nie wieder ethnische Vertreibung, nie wieder Faschismus, nie wieder Rassismus. Mit der praktischen Bewältigung der Flüchtlingsproblematik haben solche Anliegen wenig zu tun. Die Flüchtlinge dienen als Projektionsfläche für Lehren, die die Geschichte den Deutschen angeblich aufgegeben hat.
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